Erkältung behandeln

Büro-Knigge für die Erkältungssaison: Mit diesen Top Tipps minimieren Sie die Ansteckungsgefahr!

„Hatschi!“ – „Gesundheit!“ Hat es Sie in diesem Winter auch schon erwischt? Tatsächlich niest und hustet es in den nass-kalten Monaten des Jahres manchmal allerorten. Besonders im Büro verbreiten sich Erkältungen unter Kolleginnen und Kollegen oft wie ein Lauffeuer. Unsere Top-10-Tipps helfen Ihnen dabei, typische „ Keimschleudern“ zu entlarven und den Viren ein Schnippchen zu schlagen.

Überall, wo sich Menschen aufhalten und zusammenkommen, lauern in der Erkältungssaison Keime auf ihre nächsten Opfer. Oft bringen Kinder sie aus Kita oder Schule mit nach Hause und stecken so den Rest der Familie an. Doch auch am Arbeitsplatz sind wir nicht gegen eine Infektion gefeit. Viele Kolleginnen und Kollegen teilen sich ein Büro, nutzen gemeinsam Drucker und Kaffeemaschine, drücken dieselben Lichtschalter und Türklinken. Kein Wunder also, wenn es dort von Viren nur so wimmelt –– zumal diese in der Luft oder auf Gegenständen lange Zeit überleben können. Gelangen sie über die Hände in Augen, Mund und Nase, machen sich bald Erkältungs­beschwerden wie Husten, Schnupfen, Halsweh oder Kopf- und Gliederschmerzen. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Strategien können Sie den unsichtbaren Plagegeistern durchaus entrinnen.

 

Händewaschen wie die Profis

Solange Erkältungsviren irgendwo haften, können Sie Ihnen nichts anhaben. Zu Beschwerden kommt es erst, wenn sie in großer Zahl die Atemwege erreichen – und das geschieht in den meisten Fällen über die Hände. Laut Deutscher Gesellschaft für Infektiologie e. V. ist eine penible Handhygiene „das mit Abstand wichtigste und effektivste Mittel …, um die Übertragung und Ausbreitung von Infektionen zu begrenzen“– einschließlich Erkältungswellen. Zwar hat sich der Nutzen des Händewaschens mittlerweile herumgesprochen, doch hapert es noch immer an der Gründlichkeit. Wer seine Hände, Finger und Handrücken vor und während der Arbeit des Öfteren mindestens 20 Sekunden lang einseift, sorgfältig abspült und mit einem Einmalhandtuch abtrocknet, kann hingegen weit über 99 Prozent aller Keime beseitigen. Achtung: Berühren Sie anschließend nicht den Wasserhahn oder die Tür, sondern nutzen Sie beispielsweise Ihren Ellenbogen. Greifen Sie unterwegs und zwischendurch – etwa nach Kundenkontakten – außerdem zu einem Handdesinfektionsmittel, das Keimen ohne Wasser und Seife den Garaus macht.

 

Regelmäßig „Klinken putzen“

Von Türklinken und Fahrstuhlknöpfen über Telefone, Tastaturen und Mäuse bis hin zum Kühlschrank und Kaffeeautomaten – achten Sie einmal darauf, was Sie oder Ihre Kolleginnen und Kollegen im Laufe des Tages alles anfassen. Viele dieser Flächen und Gegenstände werden selten oder nie gereinigt – rücken sie Ihnen darum in der Erkältungszeit lieber hin und wieder selbst mit einem feuchten Tuch zuleibe.

 

Prima Klima durch Stoßlüften

Warme Heizungsluft im Büro trocknet die Nasen- und Rachenschleimhäute aus, sodass Erkältungsviren leichteres Spiel haben. Zu allem Überfluss trägt sie obendrein dazu bei, dass sich Keime im Raum ausbreiten. Auch wenn es gerade im Winter schwerfällt: Öffnen Sie mehrmals täglich einige Minuten lang sperrangelweit die Fenster, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, frische Luft herein und kontaminierte hinaus zu lassen. Ist die Luft trotzdem sehr trocken, können Wasserschalen oder im Handel erhältliche Luftbefeuchter helfen.

 

Atemwege befeuchten und erfrischen

Apropos Feuchtigkeit: Um Atemwege und Bindehäute zwischendurch zu erfrischen und gegen Keime zu wappnen, bieten sich Meerwasser-Nasensprays, Lutschbonbons und Augenbefeuchtungsmittel an. Achten Sie außerdem gerade in den kälteren Monaten darauf, etwa zwei Liter am Tag zu trinken – auch wenn Sie nicht durstig sind. Bestens geeignet, um alle Zellen des Körpers mit Flüssigkeit zu versorgen und gegen Viren anzugehen, sind warme Kräutertees. Antientzündlich wirken beispielsweise Kamillen-, Pfefferminz- und Ingwertee, die darum in jeder Kaffee- und Teeküche vorrätig sein sollten.

 

Richtig niesen und husten

Haben Sie als Kind  auch noch gelernt, beim Niesen oder Husten die Hand vor das Gesicht zu halten? Dann vergessen Sie diese Benimmregel jetzt am besten, denn auf diese Weise werden Sie und Ihre Hände unter Garantie zu Virentransportern. Rücksichtsvoller ist es, sich wegzudrehen, ein Papiertaschentuch zu benutzen, dieses anschließend sofort zu entsorgen und sich dann die Hände zu waschen. Haben Sie gerade keines zur Hand, können Sie auch in Ihre Ellenbeuge husten oder niesen.

 

Füße warm und trocken halten

Wer längere Zeit mit kalten oder nassen Füßen am Schreibtisch sitzt, riskiert eine Erkältung, da die Durchblutung im ganzen Körper beeinträchtigt wird. Müssen Sie auf Ihrem Arbeitsweg Regen oder Schnee trotzen, sollten Sie deshalb im Büro ein Paar trockene bequeme Schuhe sowie Strümpfe zum Wechseln bereithalten. Für Ihre sonstige Kleidung empfiehlt sich der Zwiebellook: Das heißt, statt T-Shirt und dicker Jacke tragen Sie mehrere unterschiedlich warme Kleidungsstücke übereinander – dann wird Ihnen auf dem Weg zur Arbeit nicht kalt und Sie können im Büro nach Bedarf das eine oder andere ablegen beziehungsweise wieder überziehen.

 

Aktiv für starke Abwehrkräfte

Klar, dass auch Ihr Immunsystem darüber entscheidet, wie gut Sie Viren Paroli bieten können. Das A und O: eine vitaminreiche Ernährung. Unternehmen, denen die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter am Herzen liegt, stellen daher frisches Obst bereit. Manche unterstützen überdies Ernährungs-, Fitness- und Entspannungskurse. Aber auch auf eigene Faust können Sie viel für Ihre Abwehrkräfte tun – etwa, indem Sie in der Mittagspause flott spazieren gehen oder sich nach Feierabend mit den Kolleginnen oder Kollegen zum Joggen verabreden. Wie Balsam wirken zudem regelmäßige Pausen und ausreichend Schlaf auf das Immunsystem – häufen Sie also nach Möglichkeit keine Überstunden an, sondern gehen Sie lieber pünktlich und gönnen Sie sich einen relaxten Feierabend.

 

Telefonkonferenzen statt Besprechungen und Meetings

Kursiert gerade eine Erkältungs- oder Grippewelle, sollten Sie wenn möglich lieber Telefon- oder Videokonferenzen statt Besprechungen und Meetings abhalten, bei denen viele Menschen auf engem Raum zusammen kommen. Vielleicht können die einen oder anderen Mitarbeiter ja sogar im Home Office statt im Büro arbeiten, um der Ansteckungsgefahr zu entgehen. Lassen sich persönliche Termine partout nicht vermeiden, sollten Sie zumindest aufs Händeschütteln verzichten, um keine Keime auszutauschen – wenn Sie den anderen Teilnehmern die Gründe kurz erläutern und dabei nett lächeln, stoßen Sie bestimmt auf Verständnis.

 

Kein Stress im Krankheitsfall

„Erkältungsopfer“ sind viele Tage ansteckend und tun sich und Ihren Kolleginnen und Kollegen keinen Gefallen, wenn sie sich ins Büro schleppen. Im Gegenteil: Manchmal macht erst der Stress aus einer leichten Erkältung eine schwere. Wer krank ist, sollte sich folglich in Ruhe daheim auskurieren – und Laptop und Handy ein paar Tage links liegen lassen. Im Bett müssen Sie aber nicht bleiben: Auch bei einer Krankschreibung dürfen Sie wichtige Besorgungen erledigen oder frische Luft schnappen gehen.