Naturheilkundliche Hausapotheke bei Erkältungen

Viele können sich vielleicht noch daran erinnern, wie es als Kind war krank zu sein. Meist fanden da noch Rituale und Hausmittelanwendung aus Urgroßomas Zeiten Anwendung. Wir wurden umsorgt und durften einfach krank sein. Diese Zeit nehmen wir uns heute – besonders im Erwachsenenalter – leider nur noch sehr selten. Wir haben ein paar Anwendungen zusammengestellt, die Sie und Ihr Immunsystem unterstützen, um sanft und natürlich Erkältungsbeschwerden zu lindern und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.

Hier ist Kamille, Honig und Zitrone zu sehen.© Pixel-Shot / Shutterstock
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Die Hausmittel können dabei auch neben konventionellen Präparaten wie Nasenspray und Co. zur Anwendung kommen. Wichtig ist zu beachten, dass die Selbstbehandlung auch ihre Grenzen hat. Geht es Ihnen nach 2 - 3 Tagen nicht deutlich besser oder sogar schlechter, dann geht’s ab zum Arzt.

Zur allgemeinen Stärkung und Unterstützung des Immunsystems hat sich das aufsteigende Fußbad bewährt. Es ist unkompliziert in der Anwendung und auch zur Vorbeugung eines Infekts geeignet. Außerdem benötigen Sie nicht viel, können also schnell loslegen, ohne noch vorher etwas kaufen zu müssen.

Sie benötigen:

  • ein Badethermometer
  • eine Schüssel oder einen Eimer, in der/dem die Füße gut Platz haben
  • eine Gießkanne mit heißem Wasser (etwa 50 °C) - alternativ kann die Duschbrause benutzt werden

Hier die Anleitung:

  • Schüssel oder Eimer mit warmem Wasser (ca. 33 °C) bis zur Mitte der Waden füllen
  • Langsam bis etwa eine Handbreit unter den Knien das heiße Wasser (Vorsicht!) dazu gießen
  • Badetemperatur langsam ansteigen lassen, aber immer im Wohlfühlbereich bleiben (max. 40 - 41 °C)
  • Füße 10 bis 15 Minuten im warmen Wasser lassen
  • Danach abtrocknen, warme Socken anziehen und 15 bis 30 Minuten im Bett oder auf dem Sofa nachruhen

Bei verstopfter Nase bzw. Schnupfen und unangenehmen Druck im Kopf können ein/e Dampfbad/Inhalation oder eine Nasendusche schnell Linderung verschaffen. Wenn Sie keine Nasendusche zuhause haben (erhältlich im Drogeriemarkt oder in der Apotheke) oder aber Ihnen diese Anwendung zu unangenehm ist, dann ist das Dampfbad eine gute Alternative. Sie können mit verschiedenen Zusätzen arbeiten: Von Kochsalz, über ätherische Eukalyptus-/Menthol-Öle bis hin zu Kamillentee ist alles möglich.

Sie benötigen:

  • eine (Rühr-)Schüssel
  • 0,5 l (heißes) Wasser
  • Salz (1 gehäufter TL / 0,5 l Wasser), Kamillentee (5 Beutel) oder ätherische Öle (3 - 4 Tropfen)
  • ein Handtuch

So wird’s gemacht:

  • Das Wasser zum Kochen bringen
  • In einer Schüssel haben Sie bereits den Zusatz in der o. a. Menge vorbereitet und geben das kochende Wasser dazu
  • Sie beugen sich über die Schüssel aus Wasser und Zusatz und bedecken sowohl Ihren Kopf wie auch die Schüssel mit dem Handtuch, so dass kein Dampf entweichen kann
  • Inhalieren Sie ca. 10 – 20 Minuten, danach trocknen Sie das Gesicht ab, ggf. vorher einmal mit lauwarmem Wasser abwaschen, um den Rest der Zusätze zu entfernen
  • Ein Dampfbad können Sie mehrfach täglich durchführen.

Bei Husten hat sich ein selbstgemachter Sirup aus Zwiebeln bewährt. Wie die anderen Anwendungen ist er einfach und unkompliziert in der Herstellung und kommt mit wenigen Zutaten aus.

Die Inhaltsstoffe der Zwiebel wirken dabei abschwellend, antibakteriell und erleichtern das Abhusten.

Sie benötigen:

  • 1 große oder 2 kleine Zwiebeln
  • 2 EL Zucker, alternativ: 2 EL flüssigen Honig
  • 1 sauberes Marmeladenglas mit Schraubverschluss

So wird’s gemacht:

  • Zwiebel(n) schälen, in kleine Würfel schneiden und zusammen mit 2 Esslöffel Zucker in das Schraubglas geben
  • Verschließen, schütteln und zwei Stunden stehen lassen. Es bildet sich in dieser Zeit eine Art Saft (Sirup).
  • Erwachsene nehmen dreimal täglich zwei Teelöffel, Kinder drei- bis sechsmal täglich einen halben Teelöffel
  • Im Kühlschrank hält sich der Hustensirup etwa 5 Tage, bei Zimmertemperatur 2 Tage.

Wir wünschen gute Besserung!